Trend & Test

stoertebeker-bier-eine-verkostung-zum-500jaehrigen-jubilaeum-des-reinheitsgebotes - Trend und Test - DesignBlog

Ausgewählter Beitrag

Störtebeker-Bier - eine Verkostung zum 500jährigen Jubiläum des Reinheitsgebotes

Dieses Jahr - am 23.04.2016 - wurde das Reinheitsgebot 500 Jahre alt. Es besagt, dass Bier nur aus Hopfen, Hefe, Malz und Wasser hergestellt werden darf. Im Jahre 5016 vom Herzogtum Bayern erlassen, auch heute noch für "richtiges" Bier gültig.

Viele halten es inzwischen vielleicht für überholt. Für die meisten Biertrinker, die ich kenne, ist diese Tatsache aber wichtig. Anlässlich dieses Datums durften wir das Bier der Brauerei Störtebeker verkosten.



Zehn Sorten á zwei Flaschen aus dem Hause Störtebeker waren in der Entdecker-Box, die es für 21,99 Euro zzgl. Pfand (1,60 Euro) und Versand direkt auf stoertebeker.com zu bestellen gibt. Die Entdeckerkiste ist limitiert.



Nicht alles geplanten Personen hatten direkt am 23. Zeit. Also wurde es mehr oder weniger zu einem Probierwochenende. Bier kann man ja auch nicht nur Abends trinken, sondern auch mal schon Mittags oder gar zur späten Brotzeit - wie hier mit Weißwürsten in Bayern - vor 12 Uhr ;o).

Wie oben schon geschrieben, standen 10 verschiedene Sorten zur Auswahl. Zwei davon waren alkoholfrei.


Zuerst ging das Bernstein-Weizen in den Test.
Das Bier ist ein naturbelassenes, obergäriges Hefeweizen mit einer Stammwürze von 12,9 Prozent. Die ideale Trinktemperatur liegt bei 10 Grad. Vom Geschmack her soll es lt. Hersteller fruchtig-spritzig schmecken. Es enthält 5,3 vol.

Vorab sei gesagt, dass wir eigentlich nicht die großen Weißbierfans sind. Daher hat uns der Geschmack hier wirklich überrascht. Das Bier ist unglaublich weich und süffig, schmeckt leicht süßlich und fruchtig. Der Nachtrunk ist angenehm weich und hält auch lange an. Der Verkostungsstart war hier auf jeden Fall gelungen.

Danach haben wir gleich das alkoholfreie Bernschein-Weizen probiert. Dieses ist ebenfalls naturbelassen, mit einer Stammwürze von 12,9 Prozent gebraut, allerdings alkoholfrei. Auch hier sollte das Bier bei 10 Grad getunken werden.



Obwohl ohne Alkohol hat uns auch dieses Bier überrascht. Vom Geschmack her erfrischend fruchtig, süß und weich. Wir konnten Zitrusfrüchte riechen. Es ist ebenfalls unglaublich süffig und die beiden Flaschen waren bei 5 Personen hier einfach zu wenig.

Wenn wir schon bei alkoholfreiem Bier waren, haben wir nach einer Brotzeit das Frei-Bier ausprobiert.
Hierbei handelt es sich um ein naturbelassendes, alkoholfreises Bier nach Pilsner Brauart, eingebraut mit einer Stammwürze von 13 Prozent. Die ideale Trinktemperatur wird mit 8 grad angegeben.



Joa - hmm - obwohl hier wirklich drei ausgesprochene Pilsfans am Tisch saßen, die es herb und trocken mögen, war nach kurzem Nippen am Glas die eindeutige Meinung: viel zu herb, viel zu bitter, zu trocken und schmeckt zu erdig. Das Bier war bei uns allen der Totalausfall und wurde auch nicht ausgetrunken.

Weiter ging es mit dem Keller-Bier, einem naturbelassenen, untergärige Bier nach Pilsener Brauart mit einer Stammwürze von 11,1 Prozent. Ideale Trinktemperatur liegt bei 10 Grad.

Auch diese Bier ist für unsere Gaumen extrem herb und trocken. Nicht ganz so bitter, wie das Frei-Bier, aber dennoch wirklich nur für echte Pils-Fans etwas.



Als Nächstes probierten wir das Pilsener Bier - also ein echts Pils mit einer Stammwürze von 11,3 Prozent. Bei 10 Grad liegt hier die ideale Trinktemperatur.

Der erste Schluck war leicht fruchtig, dann wandelte es sich aber wieder in eine Bitterkeit, die einfach nichts für uns ist. Wenn sich beim Trinken alles zusammenzieht, dann ist das kein Bier für uns. Viel, viel zu herb, trocken und bitter.

Nachdem dem herben Bier ging es nach einer Pause weiter mit dem Roggen-Weizen. Weizenbier schmeckt generell fruchtiger. Das Roggen-Weizen ist ein naturbelassenes, obergäriges und dunkles Hefebier aus Roggen und Weizen mit einer Stammwürze von 12,9 Proznt. Dieses Bier darf mit 16 Grad annaähnernd Zimmertemperatur haben. Es enthält 5,4 vol.

Da war er wieder, der für unsere Gaumen geeignete Geschmack. Dunkelbraun im Glas, nach Früchten und Karamell riechend. Süffig, weich, fruchtig und durch den Roggen einen Tick malziger als das Bernstein-Weizen. Nicht ganz so süß, aber sehr angenehm im Nachtrunk.


Das Schwarz-Bier ging als nächstes in die Testung. Ein naturbelassendes, untergäriges Schwarz-Bier mit einer Stammwürze von 11,9 Prozent. Mit 16 Grad Trinktemperatur darf es auch in etwas zimmerwarm sein. Es enthält 5,0 Umdrehungen ;o).

Schwarzbier ist wie der Name schon sagt, das dunkelst der Biere. Es riecht ein wenig nach Kaffee und anderen Röstaromen, die wir nicht genau beschreiben können. Vom Geschmack her ist es weich, süßlich und cremig. Der Nachtrunk ist deutlich malzig. Für uns auch ein Bier, dass wir wieder trinken würden.

Das Stark-Bier wurde nur ganz vorsichtig von uns genossen. MIt einem Volumenalkohol von 7,5 ist es schon recht stark und das merkt man auch nach dem ersten Schluck. Das naturbelassene und untergärige Bier wird mit einer Stammwürze von 12,5 Prozent gebraut und braucht vorm Genuss eigentlich gar nicht in den Kühlschrank. Die ideale Trinktemperatur liegt bei 20 Grad.

Hui - das ist wirklich starkt. Es ist ein wirklich dunkles Bier, dass sehr starke Röstaromen hat. Man schmeckt den Alkohol hier so richtig. Vom Geruch her lässt es sich fast mit Schokolikör vergleichen (finde ich jetzt zumindest). Es schmeckt einerseits süßlich, andererseits irgendwie "verbrannt", was durch die Röstaromen und der Stärke zustande kommt. Der Nachtrunk bzw. der Geschmack bleibt lange erhalten.



Weiter gings mit dem Atlantik-Ale, einem naturbelassendem, obergärigen Ale mit einer Stammwürze von 11,4 Grad und einer empfohlenen Genausstemperatur von 10 Grad. 5,1 vol enthält diese Sorte.

Mein Mann liebt Ales normalerweise. Dieses ist ihm bei weitem zu bitter. Es riecht fruchtig, schmeckt aber wieder extrem bitter, herb und trocken. Für mich war das wieder "in mir zieht sich alles zusammen-Bier". Unsere vier anderen Mittester waren ansatzweise angetan. Dreien schmeckte es, einer wollte nach einem Schluck keinen Weiteren.

Das Baltik-Lager ist ein naturbelassende, untergäriges Lagerbier mit einer Stammwürze von 31,2 Prozent. Genießen sollte man es bei 10 grad und mit 5,5 vol. ist es von der Stärke her ein ganz normales Bier.

Normalerweise ist Lager-Bier ähnlich wie das klassische "Helle" , wie es hier in Bayern genannt wird. Eigentlich eher süffig und leicht süßlich, ist uns dieses Bier allerdings auch zu herb oder auch zu bitter. Auf der Zunge bleibt ein cremiger Geschmack, der uns aber nicht überzeugen konnte.


Unser Fazit:
Wer herbe, bittere bis hin zu trockene - oder eben typisch nordische Biere - mag, der ist bei Störtebeker genau richtig. Für uns war der Großteil der Biere einfach ZU herb bzw. zu bitter. Nur die Weizen-Biere konnten uns wirklich begeistern und auch das Schwarzbier überzeugte.

Wir sind zwar keine Bier-Sommeliere, haben aber beruflich sehr viel mit Brauereien zu tun. Unzählige Biere haben wir schon probiert und sind oftmals überrascht, dass unsere Geschmäcker so unterschiedlich ausfallen bzw. ganz anders sind, als man von der Beschreibung her erwartet.

Auch hier ist das der Fall. Und immer, wenn es um Geschmack geht, werden ja von mir keine Sterne für ein Produkt vergeben. Das möchte ich auch hier beibehalten.

*vergünstigtes Produkt

Trend & Test 03.05.2016, 11.35

Kommentare hinzufügen

Die Kommentare werden redaktionell verwaltet und erscheinen erst nach Freischalten durch den Bloginhaber.



Kein Kommentar zu diesem Beitrag vorhanden

Social
google-plus.png twitter.png 
youtube.png rss.png 
Empfehlungen

 






Networked Blogs
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3
Ich bin dabei

gofeminin Bloggerclub

dm Marken Insider

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Gefolgt von
2019
<<< Oktober >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
 010203040506
07080910111213
14151617181920
21222324252627
28293031