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Rezension: Tot überm Zaun - Cosma Pongs ermittelt (Band 1)

Ich liebe Lokal-Krimis. Normalerweise lese ich tatsächlich nur Krimis, die sich in und um Bayern handeln. Diesmal habe ich mich ein wenig weiterweg gewagt und mich nach NRW - Düsseldorf - gewagt. Denn dort spielt dieses Buch, indem Cosma und Paula ermitteln. Aber dazu gleich mehr.



Titel: Tot überm Zaun - Cosma Pongs ermittelt
Autor: Ella Dälken
Verlag: Heyne
Seiten: 384
ISBN: 978-3453421646
Preis: 9,99
Taschenbuch


Verlagsinfo

Cosma Pongs heißt eigentlich Renate und ist mit Mitte 60 im besten Alter. Sie ist leidenschaftliche Krimiautorin und will nur eins: ihr Fachwissen in die Praxis umsetzen. Leider fehlt es im beschaulichen Düsseldorf an Verbrechen. Doch dann stößt Cosma beim Spaziergang in den benachbarten Schrebergärten auf eine Leiche. Endlich ein Mordfall für sie! Ihre Tochter, Kriminalhauptkommissarin Paula Pongs, sieht das jedoch völlig anders. Die verbietet sich jegliche Einmischungen in die Mordermittlungen. Davon lässt sich Cosma nicht abhalten, denn als erfahrene Krimiautorin weiß sie: Der Mörder kehrt immer an den Tatort zurück.

Über den Autor

Ella Däken stammt aus einam malerischen Kurort am Rande des Teutoburger Waldes. Nachdem sie ein Studium der Germanistik, Geschichte und Geografie in Ostnabrück und Nottingham abschloss, zog sie 2001 nach Düsseldorf. Sie schreibt neben Krimis auch Kurzgeschichten und Fachpublikationen. Beim Sylter Kurzgeschichtenpreis gewann sie 2013 den 2. Platz. Diese Band ist das erste einer Krimireihe mit Cosma Pongs als Hauptcharakter.

Rezension

Cosma Pongs ist Mitte 60 und schreibt in Düsseldorf Krimis. Eigentlich heißt die rüstige Rentnerin Renate und würde gerne einmal Ihr ganzen Krimiwachwissen im wahren Leben anwenden. Dieser Wunsch wird zu schnell wahr und als sie beim Spazierengehen eine Leiche entdeckt, möchte sie am liebsten selbst ermitteln.

Wäre da nicht Ihre Tochter Paule, die tatsächlich Kriminalhauptkommisarin ist und mit dem Fall von Amts wegen betraut wird. Da diese ihre Mutter kennt, verbietet sie ihr, sich in die Mordermittlungen einzumischen. Aber wie man sich denken kann, lässt sich Cosma da aber nicht beirren und ermittelt fleissig an anderen Stellen weiter. Selbst ihre WG-Mitbewohner zieht sie "ihrem Fall" hinzu.

Diese Tatsache führt zu witzigen und teils skurrilen Szenen. Gerade das Einmischen der Mutter in den Fall der Tochter macht es der gerade nicht leichter. Vor allem auch dann nicht, weil Cosma hier privat nicht von beruflich unterscheiden kann. Manchmal treten sich die beiden bei den Ermittlungen so auf die Füße, dass man sich wundert, dass der Fall letztendlich doch gelöst wird. Und irgendwie steht Cosma das ein oder andere mal mit einem Fuß im Gefängnis. Ihre Tochter hat alle Hand damit zu tun, damit das nicht passiert.

Besonders witzig wird es natürlich durch Cosmas Mitbewohner, die trotz ihres Altern noch sehr aktiv sind und eigentlich geht es viel mehr um die einzelnen Charaktere, als um den Mordfall selbst.

Da der Mordfall in einem Schrebergarten geschehen ist, bekommt man hier natürlich auch einen herrlichen Einblick in das Vereinsleben und alles, was damit zu tun hat.

Letztendlich helfen private Einblicke, die Paula als Kommisarin wohl nie erhalten hätte, aber zur Aufklärung bei und mit viel Wirbel wird der Mord dann auch aufgeklärt.

Abschließende Meinung

Das Buch ist aufgrund seines Schreibstils einfach zu lesen und langweilig wird es dabei auch nicht. Spannend finde ich die Tatsache, dass der Mordfall und die Ermittlungen dazu aus zwei verschiedenen Sichtweisen geschrieben sind, die manchmal unterschiedlicher nicht sein können.

Auch wenn das Mutter-Tochter-Gespann wirklich Spaß beim Lesen macht, wirklich spannend wurde es in dem Buch dennoch nie so richtig. Vielleicht liegt das auch an den kurzen Kapiteln aus unterschiedlicher Sicht? Einerseit geht das Lesen da einfach, andererseits ist man nie "gezwungen" weiterzulesen und kann dann schon mal rauskommen.

Die kleinen Streitigkeiten zwischen den beiden Frauen muss man mögen. Für diejenigen, die das vielleicht selbst kennen, ist der Humor in der Geschichte genau das Richtige. Andere finden das Geplänkel vielleicht sogar ein wenig nervig. Bei mir war beides der Fall. Einerseits fand ich das Buch unglaublich witzig und die, teils überzogenen, Charaktere richtig gut andererseits konnte ich über manche Situationen nur den Kopf schütteln.

Alles in allem ist es aber ein kurzweiliges Lesevergnügen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen!

Trend & Test 15.01.2019, 11.00

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